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Einigungsstelle entscheidet über die Zukunft der Opel-Mitarbeiter

Die Zeit wird knapp für die über 3.000 Mitarbeiter im Bochumer Opel-Werk. In eineinhalb Jahren soll der Standort endgültig seine Tore schließen. Nachdem der Streit darüber immer wieder neu hochkochte, hat am Montag eine Einigungsstelle die Verhandlungen aufgenommen. Konkret geht es bei ihrer Arbeit um die Höhe der Abfindungen für die betroffenen Mitarbeiter, eine Transfergesellschaft und Versetzungsmöglichkeiten an andere Standorte des Fahrzeugherstellers.

Zuvor hatte der Betriebsrat mehrere Versuche unternommen, die Schließung des Bochumer Werkes bis nach 2014 zu verschieben. Doch für diese Pläne gäbe es wenig Chancen, teilten die Verhandlungsteilnehmer mit. Dafür rechne man jetzt mit monatelangen Verhandlungen.

Opel zufolge sollen am 24. Juni und 2. Juli weitere Sitzungen stattfinden. Der Fahrzeughersteller hatte am Montag bereits seine Vorstellungen vorgelegt. Diese basieren auf die Beschlusslage des Aufsichtsrates vom 17. April.

Der Betriebsrat gab sich streitbar und teilte mit, dass am 28. Mai erneut Informationsveranstaltungen für die Belegschaft stattfinden werden. Die Verhandlungen dürften zäh werden. Erst im März hatte die IG Metall einen Sanierungsplan vorgelegt, der vorsah, die Produktion langsamer auslaufen zu lassen. Zudem sollten hohe Investitionen in Ersatzarbeitsplätze getätigt werden. Dies wurde jedoch von der Belegschaft in Bochum mehrheitlich abgelehnt.

Die Entwicklungsgesellschaft „Bochum Perspektive 2022“ wirbt nun fieberhaft für die Ansiedlung von Ersatzarbeitsplätzen auf den drei Bochumer Standorten. Derzeit sind noch knapp 3700 Mitarbeiter im Opel-Werk in Bochum und im Verteilzentrum tätig. Die Schließung betrifft vorrangig das Werk. Das Warenverteilzentrum bleibt noch bis 2016 bestehen. Hier arbeiten derzeit knapp 430 Mitarbeiter.