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Opel Senator A – der Wohlfühlriese mit Plüschsofa …

Der Senator B war Opels bislang letzter Ausflug in die Oberklasse, doch der Senator B hatte natürlich einen Vorgänger, nämlich den Senator A. Die Produktion des Senator ging 1978 zusammen mit dem Opel Monza. Der Senator sollte in die großen Fußstapfen der vom Kapitän, Admiral oder Diplomat treten.

Die Oberklassen Limousine war damals wirklich vollgestopft, die Sitze erinnern mich heute noch an das Sofa von meiner Oma und die Holzfolie auf dem Interieur erinnert mich eher an einen schlechten Scherz, doch wir machen ja mit dem Senator A auch eine Zeitreise in die Vergangenheit und damals – ja damals war sowas wirkich gemütlich.

Gemütlich cruisen konnte man auch mit dem 2,8-Liter Sechszylinder der das 1,4 Tonnen Geschoss mit 140 PS befeuerte, idealerweise hatte man damals die Dreigang-Automatik am Start und konnte so die wahnsinnige Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in knapp 12 Sekunden erleben. Im Jahre 1981 kam der 2,5 Liter – diesmal kein Vergaser sondern ein Einspritzer der mit 136 PS etwas weniger Leistung hatte. Der stärkste Motor war ein 3,0 Liter 6Zylinder der als Vergaser 150PS und als Einspritzer immerhin 180PS leisten konnte, hier gelang der Sprint von 0 auf 100 km/h unter 10 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit lag bei ca. 210 km/h und damit konnte man schon mal einen Ford Granada oder einen Mercedes 280SE auf der Autobahn verblasen.

Von 1978 bis 1986 wurde der Opel Senator rund 130.000 Mal gebaut, bot einen für die 70er Jahre wirklich großzügigen Innenraum, viel Platz, eine wirklich hohe Zuverlässigkeit und für Opel eine wirklich erstklassige Verarbeitung. Selbst das Thema Rost war damals kein großes Thema, die Radläufe und die Türen waren aber stets betroffen – bei den Garagenfünden die man heute so findet, sind oft die Pralltöpfe der Stossdämpfer vorne durchgegammelt. Die Technik ist nahezu unkaputtbar und von vorne sah er aus wie ein Opel Monza und das wirkt sich natürlich auch auf die Ersatzteile aus, denn da passen auch viele untereinander.