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Früher wurden die Autos per Luftpost geliefert – Der Opel Olympia schaffte es 1936 mit dem Hindenburg Zeppelin bis nach Rio de Janeiro

Opel schrieb ja schon öfters Automobilgeschichte und oft war Opel nicht nur Trendsetter sondern auch Pionier und genauso war es auch vor 75 Jahren, denn am 31. März 1936 überquerte der Opel Olympia (übrigens das erste in Großserie gefertigte Fahrzeug mit selbsttragender Karosserie) als erstes Auto den Atlantik. Der Olympia schwebte der 500.000 Opel Olympia nach Rio de Janeiro – doch nicht irgendwie, sondern im Bauch von einem Zeppelin, nämlich in der Hindenburg (die ja leider später wegen einem Unfall berühmt berüchtigt wurde).

Der Opel Olympia wog damals 800 kg und war somit eigentlich leichte Fracht für das Luftschiff – welches immerhin 220 Tonnen wog, doch um den Wagen und das Fahrzeug zu schützen wurde der Opel Olympia in ein Aluminumgestell gehängt. Grund: Der Innenraum des Zeppelins hatte keinen festen Boden! In Friedrichhafen (am Bodensee) ging es dann los nach Südamerika.

opel olympia im zeppelin Früher wurden die Autos per Luftpost geliefert   Der Opel Olympia schaffte es 1936 mit dem Hindenburg Zeppelin bis nach Rio de Janeiro

© GM Corp

Nach “nur” drei Tagen Flugzeit und 10.000 zurückgelegten Kilometern landete die Hindenburg mit dem Olympia an Bord sicher in Rio de Janeiro. Die Zuschauer waren begeistert und feierten die Ankunft in der südamerikanischen Metropole. “Das fliegende Auto” wurde anschließend feierlich dem damaligen braslianischen Verkehrsminister übergeben und Opel schaffte es damals mit der Aktion nicht nur in Deutschland in die Printmedien. Der historische Flug mit dem Zeppelin war ja nicht die einzige Erfahrung mit dem Luftverkehr, ich hatte ja schon mal darüber berichtet, dass Opel neben Fahrrädern und Nähmaschinen auch schon mal Flugzeugmotoren hergestellt hatte.

Der Opel Olympia war der Nachfolger des Opel 1,3 Liter und bekam den Namen wegen den olympischen Spielen 1936, auf der Internationalen Automobilausstellung wurde der Olympia bereits 1935 vorgestellt. Die selbstragende Karosserie brachte einige Vorteile mit von denen wir heute noch profitieren. Den Olympia gab es als Cabrio oder als Limousine, in den ersten Jahren gab es noch Seilzugbremsen, die dann 1937 durch eine hydraulische Bremsanlage ersetzt wurde. Bei der Motorisierung setzte man auf zwei völlig verschiedenen wassergekühlten Vierzylinder-Motoren: bis 1937 mit dem SV-Motor des Vorgängermodells Opel 1,3 Liter und 24 PS (später 29 PS)ab 1937 gab es dann den  1,5-Liter OHV-Motor mit 37 PS der eine Spitzengeschwindigkeit von 110 km/h schaffte. 1940 wurde die (zivile) Produktion eingestellt, bis dahin wurden 168.875 Olympia Modelle gebaut und ich hoffe, dass ich morgen auf der Techno Classica in Essen den ein oder anderen entdecken werde.

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